Aktuelles

07. August 2019

Was heißt hier »wir«? Zur Rhetorik der parlamentarischen Rechten


Der mittlerweile bereits in der vierten Auflage vorliegende Essay analysiert die Rhetorik der parlamentarischen Rechten und zeigt, wie ihr Anspruch, für »das Volk« zu sprechen in totalitäre Ermächtigungsvorstellungen, Rache- und Vernichtungsphantasien führt. Und er zeigt, wie sich solche rhetorischen Strategien durchschauen lassen. Mehr …


07. August 2019

Erweiterte Neuausgabe ausgewählter Dichtungen Henrik Wergelands

Im Wallstein-Verlag ist soeben der Band Henrik Wergeland: Im wilden Paradies. Gedichte und Prosa erschienen. Die Auswahlausgabe enthält Wergelands wichtigste Gedichte und Prosa-Experimente in der Übertragung von Heinrich Detering mitsamt den norwegischen Originaltexten und einführenden Kommentaren. Mehr …


07. April 2019

Daniel Kehlmann: Der unsichtbare Drache


Daniel Kehlmann äußert sich in einem langen Gespräch mit Heinrich Detering über Schreibgewohnheiten und Vorbilder, den Umgang mit Kritik und private Prägungen seines literarischen Werks. Mehr …


28. Februar 2019

Untertauchen

Ab dem 4. März lieferbar: Untertauchen. Gedichte (Wallstein).

In Waterloo und Stratford, zwischen Schierke und Elend, Ithaka und Tennessee legen die neuen Gedichte Spuren vergessener Geschichten frei. Sie erzählen von Begegnungen mit Tieren und Menschen, treffen auf Gespenster und Märchenhelden, Aufsteiger und Untertaucher. Sie gehen ins Kino und singen den Blues. Immer erkunden sie dabei die Spannungen zwischen Formstrenge und Leichtigkeit, und immer balancieren sie zwischen Wahrheitssuche und Lügengeschichten.


09. November 2018

Neuer Band in der Hamburger Ausgabe der Werke von Siegfried Lenz


Der umfangreichste und ambitionierteste Roman von Siegfried Lenz, konzipiert bereits Anfang der 1960er Jahre und zugunsten der Deutschstunde unterbrochen, erschien 1978 und wurde sofort ein Erfolg. Die dramatische und episodenreiche Geschichte eines Heimatmuseums in Masuren wird zum Kristallisationspunkt der großen politischen Entwicklungen von der Jahrhundertwende bis in die Nachkriegszeit: „Heimatkunde als Weltkunde“. Lenzʼ Roman entwirft ein farbenreiches, weit ausgreifendes Panorama Masurens als einer exemplarischen europäischen Grenzlandschaft. „Die Erzählabsicht: an bebildertem Leben den Antagonismus von Heimatverfallenheit und tragischem Kosmopolitismus deutlich zu machen.“
Der Roman ist soeben als neunter Band, hg. von Heinrich Detering und Maren Ermisch, in der Hamburger Ausgabe der Werke von Siegfried Lenz erschienen.


09. Oktober 2018

Forschungsprojekt zur Erschließung des Göttinger Grass-Archivs: Günter Grass als Buchgestalter


Im Oktober 2018 hat die Volkswagen-Stiftung ein auf zwei Jahre ausgelegtes, vom Lehrstuhl von Heinrich Detering und der SUB Göttingen beantragtes Projekt zur Erschließung des Göttinger Grass-Archivs bewilligt, das kurz zuvor im September von der Universität Göttingen erworben worden war.
Das Göttinger Grass-Archiv – in einem der ältesten Fachwerkbauten Deutschlands – dokumentiert die gesamte, über rund dreißig Jahre dauernde Zusammenarbeit zwischen dem Künstler und dem Göttinger Steidl-Verlag, bis zum letzten, kurz nach Grass‘ Tod erschienenen Buch Vonne Endlichkait. Das Archiv zeigt eindrucksvoll vor allem den Buchgestalter Günter Grass, der Bücher als Kunstwerke aus Text und Bild, typographischer und graphischer Gestaltung verstand und konzipierte.


11. Juni 2018

Thomas Mann Fellowship


Im Sommer 2018 ist Heinrich Detering Fellow im Thomas Mann House in Pacific Palisades. Einen Beitrag zu Thomas Manns Verbindungen zur First Unitarian Church of Los Angeles finden Sie hier.


10. März 2018

Goethe und die chinesischen Fräulein


Goethes Proklamation einer anbrechenden »Weltliteratur« im Jahr 1827 steht im Zeichen Chinas. Aus literarischen Begegnungen mit der Fremdheit dieser Kultur unternimmt er erste Versuche einer eigenen dichterischen Anverwandlung. Bereits vor den »Chinesisch-deutschen Jahres- und Tageszeiten«, seinem letzten großen lyrischen Zyklus, entsteht so ein erster und kleinerer Zyklus von fünf Gedichten über chinesische Dichterinnen. Da Goethe diese Texte als Übersetzungen ausgibt, obwohl es sich um freie Nach- und Neudichtungen handelt, sind sie in ihrer kulturellen Bedeutung und ihrem literarischen Rang noch immer zu entdecken. Zu ihrer Versuchsanordnung gehört das Spiel mit östlichen und westlichen Motiven ebenso wie die Neugier auf die Beziehungen von Poesie und Weiblichkeit.
Heinrich Detering und Yuan Tan machen die verschlungenen Wege sichtbar, auf denen Bilder und Verse der »chinesischen Fräulein« von Peking nach Weimar gelangten, und schildern, wie der alte Goethe in chinesisch-europäischen Rollenspielen noch einmal aufbricht in literarisches Neuland.


10. Oktober 2017

Forschungsfreisemester im WS 2017/18

Vom 9. Oktober 2017 bis zum 2. Februar 2018 ist Professor Heinrich Detering Fellow am Internationalen Kolleg „Morphomata“ in Köln. Der Titel seines Forschungsprojekts lautet: „Literatur als Totengespräch: Zwischen Hermeneutik und Kunstreligion“. In Göttingen wird er in dieser Zeit von Dr. Kai Sina vertreten. Unter der Rubrik „Lehre“ auf dieser Website finden Sie die Folien zu seiner Vorlesung „Literaturgeschichte III: Romantik, Vormärz, Biedermeier“.


13. März 2017

Vortrag über Thomas Manns Joseph-Roman

Am 8. März hat Heinrich Detering vor der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Kopenhagen bei der 6. Royal Academy Lecture in the Humanities and Social Sciences über »Religion und Erzählkunst in Thomas Manns Joseph und seine Brüder« gesprochen. Einen Mitschnitt des Vortrags finden Sie hier.