Aktuelles

30. November 2016

Hamburger Ausgabe der Werke von Siegfried Lenz


In diesem Monat ist der erste Band der auf 25 Bände angelegten Hamburger Ausgabe der Werke von Siegfried Lenz erschienen. Diese Studienausgabe wird von Günter Berg und Heinrich Detering in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, der Siegfried Lenz-Stiftung Hamburg und dem Hoffmann und Campe Verlag Hamburg herausgegeben. Erstmals kann umfangreich der Nachlass von Siegfried Lenz im Deutschen Literaturarchiv für die Kommentierung herangezogen werden.
Die Ausgabe wird mit Lenz’ erstem Roman Es waren Habichte in der Luft eröffnet. Der Text wird zeichengetreu nach der Bucherstausgabe wiedergegeben, und ein ausführlicher Sachkommentar bietet Erläuterungen zur Entstehungs-, Überlieferungs- und Rezeptionsgeschichte, Hilfen zum Textverständnis, Deutungsansätze sowie ergänzende Dokumente zu Entstehung und Textvarianten.
Im Frühjahr und Sommer 2017 folgen zunächst die Bände Deutschstunde, Stadtgespräch und Duell mit dem Schatten.


22. November 2016

Mainzer Musikdozentur 2016

Professor Heinrich Detering ist der diesjährige Inhaber der Mainzer Musikdozentur. Diese wird von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie der Universität Mainz seit 2012 an Musiker und Musikwissenschaftler vergeben. Die öffentlichen Vorträge und Diskussionen im Rahmen der Dozentur richten sich dabei nicht nur an ein akademisches Publikum. Heinrich Detering ist der erste Literaturwissenschaftler, der die Dozentur erhält. Sein Thema ist das Werk Bob Dylans, das in exemplarischer Weise die schöpferischen Beziehungen von Musik und Poesie erkundet. Er spricht am Mittwoch, den 23. November 2016, über „Bob Dylans Shakespeare“.


19. Oktober 2016

Am 19. Oktober erscheint das neue Buch über Thomas Mann

„Ein Werk“, so hat Thomas Mann 1942 bekannt, „muß lange Wurzeln haben in meinem Leben, geheime Verbindungen müssen laufen von ihm zu frühesten Kindheitsträumen“ – zu Sehnsüchten und zu Alpträumen gleichermaßen. Von solchen geheimen Verbindungen, handelt dieses Buch, von Thomas Manns Lübecker Schutzgeistern und Dämonen.
Immer wieder wird, wenn es um Thomas Manns Verhältnis zu seinem Herkunftsort geht, an die Rede über Lübeck als geistige Lebensform erinnert: ein Bekenntnis zur Stadt der Buddenbrooks. Doch von Beginn an
ist Thomas Manns Vaterstadt auch erfüllt von Dämonen. „Es hockt in ihren gotischen Winkeln und schleicht durch ihre Giebelgassen etwas Spukhaftes, allzu Altes“, schreibt er an seinen Bruder Heinrich; auch aus
diesem „nicht ganz geheuren Stadtspuk“ aber leite sich sein Künstlertum ab. So lassen sich bei genauer Lektüre schon in Buddenbrooks die Gespenster erkennen, die eine geordnete Bürgerwelt ins Zwielicht rücken und die noch Jahrzehnte später, im Doktor Faustus, schauerlich wiederkehren werden.


16. Februar 2016

Am 9. März erscheint ein neues Buch über Bob Dylan.

In einer neuen Studie widmet sich Heinrich Detering Bob Dylans später Songpoesie.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Zugleich erscheint im Reclam-Verlag die vierte, durchgesehene und erweiterte Auflage der Einführung in Dylans Leben und Werk. Weitere Informationen finden Sie hier.


18. September 2015

Bürger auf Abwegen: Thomas Mann und Theodor Storm

Einführung in die Sonderausstellung Bürger auf Abwegen


Am 11. September 2015 wurde im Lübecker Buddenbrookhaus die Sonderausstellung „Bürger auf Abwegen: Thomas Mann und Theodor Storm“ eröffnet, die Heinrich Detering gemeinsam mit Maren Ermisch und Anna-Lena Markus kuratiert hat. Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit der Thomas-Mann-Arbeitsstelle Göttingen mit dem Theodor-Storm-Zentrum in Husum und dem Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum in Lübeck. Sie ist bis zum 8. November im Buddenbrookhaus zu sehen und vom 26. November 2015 bis 15. April 2016 im Storm-Haus. Im Wallstein Verlag ist ein umfangreicher Katalog zur Ausstellung erschienen.
Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.
Weitere Informationen zum Katalog finden Sie hier.


07. April 2015

Carl Friedrich von Siemens Fellowship

Heinrich Detering ist vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 Fellow der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, München. Im Sommersemester 2015 vertritt ihn Dr. Friederike Reents.


18. März 2015

Neuer Gedichtband erschienen

Heinrich Deterings neuer Gedichtband “Wundertiere” ist im Göttinger Wallstein Verlag erschienen.
In seinen neuen Gedichten greift Heinrich Detering aus in eine Geschichte, die in die Natur vor dem Menschen zurückreicht. Er führt Gespräche mit den Toten, erkundet den Alltag aus der Perspektive von Kindern, fragt nach den Vögeln von Golgatha und nach den Grottenolmen, die bei acht Grad im Dunkeln ihr Dasein fristen. Er beobachtet so unterschiedliche Gestalten wie den Konstrukteur einer Sprechmaschine im England des 18. Jahrhunderts, den vom Blitz erschlagenen Erfinder des Blitzableiters oder den Papst, der auf dem Petersplatz seine Umgebung vergisst. Im leichten Umgang mit strengen Formen entfaltet er eine Poesie, die mit Demut, Neugier und Spielwitz nach den ersten und den letzten Dingen fragt – und nach dem Alltag dazwischen.


27. Oktober 2014

Wiederwahl zum Akademie-Präsidenten

Heinrich Detering ist im Oktober 2014 für weitere drei Jahre als Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung wiedergewählt worden.


08. Oktober 2014

Carl Friedrich von Siemens Fellowship

Heinrich Detering ist vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 Fellow der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, München. Im Wintersemester 2014/15 vertritt ihn Dr. Peer Trilcke.


26. September 2014

Herman Bang. Aus der Mappe. Erzählungen und Betrachtungen

Zum Abschluss des Projektes „Landessprachen: Literatur in Schleswig und Holstein“, das Heinrich Detering im Auftrag der Kunststiftung HSH Nordbank kuratiert, ist der letzte Band der Reihe erschienen, der dem dänischen Schriftsteller und Journalisten Herman Bang gewidmet ist:
„Herman Bang. Aus der Mappe. Erzählungen und Betrachtungen“.

„Aus der Mappe“ ist das einzige Werk, das Bang speziell für die deutsche Leserschaft zusammenstellte. Bei den ausgewählten Novellen handelt es sich überwiegend um Skizzen zu Erzählungen und Romanen Bangs, die Einblicke in die Entstehungsweise literarischer Werke ermöglichen. Bemerkenswert sind die hierzu von Bang verfassten Einleitungstexte, die die behandelten Sujets kommentieren. Psychologisch präzise, oft mit melancholischer Ironie geben seine Betrachtungen Aufschluss über die menschliche Natur und reflektieren literarische und gesellschaftliche Konstellationen der frühen Moderne. Zugleich gewähren sie Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt des Künstlers und Menschen Bang. „Aus der Mappe“ kann somit als ein neuartiges Misch-Genre, als Verbindung von Geschichtensammlung, intellektueller Autobiographie und Selbstporträt angesehen werden. Dieses vergessene Spätwerk kann nun erstmals wiederentdeckt werden. Der Erzählband wird durch zwei weitere nur auf Deutsch veröffentlichte Texte ergänzt: den Essay „Gedanken zum Sexualitätsproblem“ und eine Hommage an Bangs deutschen Verleger, den weltliterarischen Brückenbauer Samuel Fischer.
Herausgeber dieses Buches sind Heinrich Detering und Claire-Christin Busche. Es wird am 9. Oktober 2014 um 19 Uhr in der HSH Nordbank in Kiel der Öffentlichkeit präsentiert.
Ziel des Gesamtprojektes war es, den literarischen Reichtum sichtbar zu machen, der sich aus der Vielstimmigkeit der Sprachen und Kulturen des „Grenzlandes“ Schleswig-Holstein ergibt. Dabei sind zwei große Anthologien entstanden, die sich der Lyrik und der erzählenden Prosa widmen, zwei Autorenbände, die mit Hans Christian Andersen und nun Herman Bang zwei weltliterarische dänische Schriftsteller der Region präsentieren, und zwei kleine Bände zum wichtigsten deutschsprachigen Autor des Grenzlandes, Theodor Storm.