WS 2021/22: Masterseminar: Sibylla Schwarz und die Lyrik des Barock

Lange Zeit wurde das Werk der Lyrikerin Sibylla Schwarz, die vor genau vierhundert Jahren zur Welt kam, nicht zum Kanon der bedeutenden deutschsprachigen Literatur gezählt. Das hat sich mit diesem Jubiläumsjahr gründlich geändert. Erst jetzt gilt sie als (wie der Literaturkritiker und Dichter Harald Hartung schrieb) “die Begründerin des weiblichen Parnass” – also als Begründerin einer dezidiert und selbstbewusst “weiblichen” Poesie in einer von Männern dominierten literarischen Epoche. Das Seminar soll von Sibylla Schwarz’ Gedichten aus einen neuen Zugang in die Dichtung des Barock öffnen – also, von ihr angeleitet, auch Dichtungen von Martin Opitz, Andreas Gryphius, Christian Hoffman von Hoffmannswaldau und anderen Zeitgenossen erörtern. Eine besondere Rolle soll dabei die andere große Barockdichterin spielen, die mit ihrer aristokratischen Herkunft und Bildung als eine Antipodin der Sibylla Schwarz erscheinende Katharina Regina von Greiffenberg.

Literatur:
Angeschafft werden und vor Semesterbeginn nach Lust und Laune gelesen werden sollten der von Klaus Birnstiel und Jelena Engler im Verlag Wehrhahn herausgegebene Band Sibylla Schwarz: Deutsche poetische Gedichte und die von Volker Meid herausgegebene, bei Reclam erschienene Sammlung Gedichte des Barock. Eine gute und übersichtliche Einführung in die Epoche gibt Dirk Niefanger: Barock. Lehrbuch Germanistik.

Wann: Dienstag: 08:15 – 09:45